Potsdam - Forstwirtschaft

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Land und Fortstwirtschaft sind aufgrund der Flächenanteile in Potsdam nicht der Schwerpunkt  der Anpassung an die Klimawandelfolgen, obwohl die nordostdeutsche Trockenregion insgesamt vom Temperaturanstieg und damit verbundenen Perioden mit negativer Wasserbilanz betroffne ist. Im forstlichen Bereich ist die wirtschaftliche Funktion im Landschaftsschuztgebiet Königswald im Potsdamer Norden von geringer Bedeutung. Schwerpunkte der forstwirtschaftlichen Nutzung sind die südlichen Forste. Ziele der Forstwirtschaft Potsdams sind der gleichgewichtete Erhalt aller Waldfunktionen (Biodiversität, Erholung, Holzproduktion) Sortenanpassung und Waldumbau sind seit einiger Zeit in der Umsetzung und sollen intensiviert werden.
 
Land und Fortstwirtschaft sind aufgrund der Flächenanteile in Potsdam nicht der Schwerpunkt  der Anpassung an die Klimawandelfolgen, obwohl die nordostdeutsche Trockenregion insgesamt vom Temperaturanstieg und damit verbundenen Perioden mit negativer Wasserbilanz betroffne ist. Im forstlichen Bereich ist die wirtschaftliche Funktion im Landschaftsschuztgebiet Königswald im Potsdamer Norden von geringer Bedeutung. Schwerpunkte der forstwirtschaftlichen Nutzung sind die südlichen Forste. Ziele der Forstwirtschaft Potsdams sind der gleichgewichtete Erhalt aller Waldfunktionen (Biodiversität, Erholung, Holzproduktion) Sortenanpassung und Waldumbau sind seit einiger Zeit in der Umsetzung und sollen intensiviert werden.
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Wälder und Forste nehmen in Potsdam einen Flächenanteil 26,5 % ein (LHP 2010). Die größten Wälder Potsdams liegen im Südwesten und Nordosten der Stadt und grenzen direktt an die Innenstadt. Der Wald übernimmt in der städtischen Umgebung eine Vielzahl essenzieller Funktionen, wie die Schadstofffilterung, die klimatische Ausgleichsfunktion, die Grundwasserneubildung. Gleichzeitig ist er aber auch Erholungsraum und bietet Arbeitsplätze für die Bevölkerung. Unter Beachtung des sich ändernden Klimas gewinnen diese Funktionen zusätzlich an Bedeutung. Zudem muss die Forstwirtschaft aufgrund ihrer langen Planungs- und Wirtschaftszeiträume besondere Rücksicht auf den Erhalt der Leistungs- und Ertragsfähigkeit des Waldes nehmen.
  
 
Der massive Anstieg bei der Produktion von z. B. Mais für Biogasanlagen, wirkt sich negativ zu den Anpassungserfordernissen bei der Landwirtschaft aus, da diese im Potsdamer Norden zu großen Teilen auf Niedermoorstandorten stattfindet. Bodenmineralisierung, Grundwasserabsenkung, und Erosionsprozesse verstärken die Effekte länger andauernder Trockenperioden. Hauptsächliches Anpassungsziel bei landwirtschaftlichen Flächen ist die Stabilisierung des Landeswasserhaushaltes.
 
Der massive Anstieg bei der Produktion von z. B. Mais für Biogasanlagen, wirkt sich negativ zu den Anpassungserfordernissen bei der Landwirtschaft aus, da diese im Potsdamer Norden zu großen Teilen auf Niedermoorstandorten stattfindet. Bodenmineralisierung, Grundwasserabsenkung, und Erosionsprozesse verstärken die Effekte länger andauernder Trockenperioden. Hauptsächliches Anpassungsziel bei landwirtschaftlichen Flächen ist die Stabilisierung des Landeswasserhaushaltes.

Version vom 10. September 2015, 10:15 Uhr

Land und Fortstwirtschaft sind aufgrund der Flächenanteile in Potsdam nicht der Schwerpunkt  der Anpassung an die Klimawandelfolgen, obwohl die nordostdeutsche Trockenregion insgesamt vom Temperaturanstieg und damit verbundenen Perioden mit negativer Wasserbilanz betroffne ist. Im forstlichen Bereich ist die wirtschaftliche Funktion im Landschaftsschuztgebiet Königswald im Potsdamer Norden von geringer Bedeutung. Schwerpunkte der forstwirtschaftlichen Nutzung sind die südlichen Forste. Ziele der Forstwirtschaft Potsdams sind der gleichgewichtete Erhalt aller Waldfunktionen (Biodiversität, Erholung, Holzproduktion) Sortenanpassung und Waldumbau sind seit einiger Zeit in der Umsetzung und sollen intensiviert werden.

Wälder und Forste nehmen in Potsdam einen Flächenanteil 26,5 % ein (LHP 2010). Die größten Wälder Potsdams liegen im Südwesten und Nordosten der Stadt und grenzen direktt an die Innenstadt. Der Wald übernimmt in der städtischen Umgebung eine Vielzahl essenzieller Funktionen, wie die Schadstofffilterung, die klimatische Ausgleichsfunktion, die Grundwasserneubildung. Gleichzeitig ist er aber auch Erholungsraum und bietet Arbeitsplätze für die Bevölkerung. Unter Beachtung des sich ändernden Klimas gewinnen diese Funktionen zusätzlich an Bedeutung. Zudem muss die Forstwirtschaft aufgrund ihrer langen Planungs- und Wirtschaftszeiträume besondere Rücksicht auf den Erhalt der Leistungs- und Ertragsfähigkeit des Waldes nehmen.

Der massive Anstieg bei der Produktion von z. B. Mais für Biogasanlagen, wirkt sich negativ zu den Anpassungserfordernissen bei der Landwirtschaft aus, da diese im Potsdamer Norden zu großen Teilen auf Niedermoorstandorten stattfindet. Bodenmineralisierung, Grundwasserabsenkung, und Erosionsprozesse verstärken die Effekte länger andauernder Trockenperioden. Hauptsächliches Anpassungsziel bei landwirtschaftlichen Flächen ist die Stabilisierung des Landeswasserhaushaltes.

Deutlich höher sind dagegen die in Potsdam mit gut 10 % flächenmäßig vertretenen NATURA2000-Gebiete, z. B. die Moorschutzgebiete der Wublitz. Konsequente Umsetzung der FFH-Managementplanung unter moorerhaltender oder moorrenaturierender Stabilisierung der jeweiligen Wasserregime sind die Schlüsselmaßnahmen zum Erhalt dieser Ökosysteme.


Referenzen

Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam, Koordinierungsstelle Klimaschutz, Friedrich-Ebert-Str. 79/ 81, 14469 Potsdam, pdf

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